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Ausbildungskonzept der Schule am Markt

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Inhalt:

1. Ausbildungsverfahren
2. Gewinn für die SAM
3. Vorstellung des Schulprogramms
4. Ausbildungsangebote der Schule am Markt
5. Netzwerkarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen
6. Besondere Gegebenheiten der Ausbildung
7. Welche Voraussetzungen für Lehrkraft
8. Anforderungen an die Lehrkraft
9. Anhang

Vorwort:

Die Grundlage des Ausbildungskonzepts bildet die OVP, Ausbildungsstandards und die ergänzenden Standards für die Sonderpädagogik – Ausbildung.

1. Ausbildungserfahrungen  

Schule
In der Vergangenheit sind an der Schule am Markt vier Lehramtsanwärterinnen erfolgreich ausgebildet worden.
Zudem beteiligt sich unsere Schule regelmäßig an der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern und Diplom-Sozialpädagoginnen im Rahmen von Praktika.

Mentorin
Zwei Kolleginnen besitzen Ausbildungserfahrungen als Mentorin im Rahmen des Vorbereitungsdienstes für Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrer.

Ausbildungslehrkraft
Eine Lehrkraft hat ein Zertifikat für die Tätigkeit als Ausbildungslehrkraft.

Schulleiter

Der Schulleiter ist nach der neuen Ausbildungsverordnung vielfältig in die Ausbildung der LiA eingebunden (dienstliche Beurteilung, Mitglied der Prüfungskommission, kontinuierliche Unterrichtshospitation und Unterrichtsberatung).
Es besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen der LiA und dem Schulleiter.

 

2. Gewinn für die Schule am Markt

Die Schule am Markt zieht einen reichhaltigen Gewinn aus der Aufnahme einer LiA, worin die Entscheidung für eine Ausbildungsschule begründet ist. Für die unterschiedlichen Bereiche der Schule sind nun folgende Bereicherungen abzuleiten:

für die Lehrkräfte

  • die LiA bringt neue Ideen ein
  • die LiA bereichert die Lehrkräfte durch einen Austausch über Unterrichtskonzepte
  • der Unterricht öffnet sich
  • Anregungen durch Gespräche über Schülerinnen und Schüler
  • Aufbrechen alter Strukturen – etwas Neues wird gewagt
  • da die LiA stärker am Schulleben teilnimmt, kann die Arbeit der Lehrkräfte auf mehrere Personen verteilt werden

für den Schulleiter

  • Informationen über aktuelle Unterrichtskonzepte
  • Anregungen durch Gespräche mit der LiA und der Ausbildungslehrkraft
  • Verstärkter Erfahrungsaustausch mit Schulleiterkollegen von Ausbildungsschulen
  • Anregungen zur Optimierung schulischer Bereiche
  • Training zur Erstellung dienstlicher Beurteilungen

für den Unterricht

  • neue Erkenntnisse aus den Modulen/ aus dem Studium werden in den Unterricht eingebaut
  • der Unterricht wird stärker reflektiert

für das Schulleben

  • die LiA wird als Mitarbeiterin/ Mitarbeiter in Arbeitskreise eingesetzt, dadurch wird die Arbeit vielfältiger

 

3. Vorstellung des Schulprogramms

Zusammenfassung der Leitsätze und des Entwicklungsschwerpunktes "Unterricht optimieren":
Die schulische Arbeit der Kollegen und Kolleginnen beinhaltet das Unterrichten, das Erziehen, die Anleitung und die Pflege der Schüler und Schülerinnen. Die Bandbreite der individuellen Abweichungen der Leistungs- und anderer Persönlichkeitsmerkmale, die größer ist als bei den Schülerinnen und Schülern anderer Schularten, bedingt ein Aufgabenfeld, dem ein Kollegium aus verschiedenen Berufsgruppen mit unterschiedlichen Qualifikationsmustern gegenübersteht.
Die Zusammenarbeit mit externen Therapeuten, Pädagogen vorschulischer und nachschulischer Fördereinrichtungen und anderer Schulen ermöglicht eine erweiterte Sichtweise für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule.

Der ganzheitliche Ansatz des Lernens verlangt auch, bezüglich der Inhalte und den erzieherischen Methoden zwischen den Lernbereichen/ Lernorten Schule, Familie, Heim und "öffentlicher Alltag" sich abzustimmen. Die verschiedenen Stärken der unterschiedlichen Bereiche sollen genutzt und die Schwächen kooperativ kompensiert werden.
Der Erlebnis- und Lernraum Schule bietet neben den unterrichtlichen Veranstaltungen besondere Angebote wie Schulausflüge, Feste und regelmäßige Besuche von Lernorten im handwerklichen, im produktiven, im dienstleistungsmäßigen und im Freizeitbereich an. Der Unterricht der Schule ist handlungsorientiert und zielt bei der Auswahl der Inhalte vor allem darauf, den Schülerinnen und Schülern ihrem Entwicklungsstand entsprechend angemessene praktische und sachliche Orientierungsgrundlagen für den (künftigen) Alltag zu vermitteln.

In Bezug auf den Programmschwerpunkt "Unterricht optimieren" wurde zu Beginn des Schuljahres 2004/005 der Kursunterricht im Fach Mathematik eingeführt. Der Unterricht findet im Rahmen eines 90-Minutenblocks binnendifferenziert statt (zusammen mit dem Unterricht im Fach Deutsch). Die Kombination der beiden Fächer erleichtert den Schülerinnen und Schülern die Übergänge und berücksichtigt methodisch den ganzheitlichen Zusammenhang der Fachinhalte.

Als Erweiterung der Lernangebote wurden in der Mitte des ersten Schulhalbjahres 2003/04 Wahlarbeitsgemeinschaften eingeführt. Den Schülern und Schülerinnen sollte die Möglichkeit gegeben werden, innerhalb einer freieren Unterrichtsform selber thematische Angebote zu wählen. Die Schülerinnen und Schüler wählen in drei Rangplätzen ihre Arbeitsgruppen, eine Arbeitsgruppe von Lehrern bearbeitet die folgende Verteilung. Die Arbeitsgemeinschaftsthemen sind zurzeit Voltigieren, Schwimmen für Schwerstbehinderte, Holzwerken, Joggen und Fitness, Kochen, Spielen und Umwelterkundung. Die AGs präsentieren sich von Zeit zu Zeit, Evaluationen zur Motivation und bezüglich bestimmter Veränderungen des Schüler- und des Lehrerverhaltens wurden durchgeführt.


4. Ausbildungsangebote der Schule am Markt

4.1 Personelle Möglichkeiten

In der Schule am Markt arbeiten zurzeit 12 Kollegen. Davon sind 6 Kollegen  Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrer. Die Ausbildungslehrerin hat die Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik und Sprachheilpädagogik. Ihre Fächer sind: Mathematik und Religion.

Insgesamt sind folgende Fachrichtungen unter den Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrern vertreten: Geistigbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Sprachheilpädagogik und Verhaltensgestörtenpädagogik. Folgende Fächer sind vertreten: Mathe, Deutsch, Religion, Geografie, Sport, HSU und Physik. Weitere Berufsgruppen der Schule am Markt sind (in Klammern sind die Anzahl der Kolleginnen und Kollegen, die an der Schule arbeiten, angegeben): Fachlehrerinnen (3; 2 davon zusätzlich Dipl. Sozialpädagoginnen), Heilpädagogen (2),  Erzieherin (1), Sozialpädagogische Assistenten (2), Zivildienstleistende (3).  Weiterhin sind eine Schulsekretärin und ein Hausmeister in der Schule beschäftigt. Darüber hinaus arbeiten noch  verschiedene Kräfte von außerhalb an der Schule: eine Ergotherapeutin und eine Krankengymnastin.

 

4.2 Inhaltliche Schwerpunkte

Förderpläne

Statt Halbjahrszeugnissen werden am Ende des 1. Schulhalbjahres Förderpläne erstellt. Diese Förderpläne werden in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Lehrkräften der Klasse und den Eltern nach den Vorlagen des Kreises Schleswig – Flensburg erarbeitet, wobei der Anhang der Vorlage als zusätzliche Orientierung dient.  

Lehrplan

Dem Unterricht liegt der Lehrplan „sonderpädagogische Förderung“ zu Grunde. Die verbindlichen Leitthemen werden in Handlungsfeldern erarbeitet und ganzheitlich aufbereitet.

Stundenplan für Schülerinnen und Schüler mit schwermehrfachen Behinderungen

Für Schülerinnen und Schüler mit schwermehrfachen Behinderungen wird in Zusammenarbeit mit allen an dem Kind arbeitenden Personen ein individueller Stundenplan nach dem Modell von Lilie Nielsen erstellt. Dieser Stundenplan stimmt Einzelfördereinheiten mit Kleingruppenförderung ab und es wird darauf geachtet, dass dem Kind eine Förderung zugute kommt, die personelle, räumliche und sächliche Möglichkeiten mit individuellen Erfordernissen kombiniert.

Schulinternes Unterrichtsprogramm

Die Schule am Markt hat sich darauf geeinigt, 6 verbindliche Leitthemen pro Klassenstufe zu bearbeiten. Die bearbeiteten Leitthemen werden auf der im Anhang beigefügten Übersicht dokumentiert und in den Schülerakten  abgeheftet. Die verbindlichen Leitthemen, Handlungsfelder und mögliche Vorhaben befinden sich im Anhang.

4.3 Organisatorische Gegebenheiten

Die Schule am Markt hat 8 Klassen, die jahrgangs- und stufenübergreifend sind. Die Schülerzahlen gehen von 5 bis 8 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Die Werkstufe hat bis zu 10 Schülerinnen und Schüler.

Der Schultag beginnt um 7.45 Uhr, wenn die ersten Schülerinnen und Schüler aus den Bussen steigen und in die Schule kommen. Von 8.00 bis 8.15 Uhr ist in den Klassen die Guten-Morgen Zeit. In  dieser Zeit sind alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Klasse. An drei Tagen in der Woche (Di, Do und Fr) findet der Kurs in Mathe und Deutsch und der Wahrnehmungskurs von 8.15-9.45 Uhr statt. Die Schülerinnen und Schüler finden sich dann in einer annähernd homogenen Lerngruppe zusammen. (Sie verlassen also dazu ihren Klassenverband.) An den anderen beiden Tagen (Mo und Mi) haben die Kinder in dieser Zeit Klassenunterricht. Die erste große Pause ist von 9.45-10.05 Uhr. Daraufhin folgt der zweite 90minütige Block an allen Tagen der Woche.  Die zweite große Pause ist von 11.35 bis 11.55 Uhr. Montag und Freitag  schließt sich daran eine 45minütige Stunde (11.55-12.40), Dienstag und Donnerstag eine 75minütige Stunde  (11.55-13.10). In den Blöcken, in denen Klassenunterricht ist, können die Klassenlehrerinnen den Ganzheitlichen Unterricht, die Kleingruppen- und Einzelförderungen sowie den Fachunterricht  verteilen.

Am Donnerstag finden nach der zweiten Pause bis zum Schulschluss die AG’s statt. Hier wählen die Schülerinnen und Schüler nach ihren Interessen eine AG aus und sind dort in einer völlig anderen Lerngruppe zusammen.

Zeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

8.00-8.15

Gu Mo

Gu Mo

Gu Mo

Gu Mo

Gu Mo

8.15-9.45

GU

 

Kurs

GU

 

Kurs

Kurs

9.45-10.05

Pause

Pause

Pause

Pause

Pause

10.05-11.35

GU

GU

 

GU

GU

GU

11.35-11.55

Pause

Pause

-

Pause

Pause

11.55-12.40

GU

GU

-

AG

Singkreis

         - 13.10

-

GU

-

AG

 

Die LiA sollte möglichst  am Kurssystem, den AG’s, am Fachunterricht und am Ganzheitlichen Unterricht teilnehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kleingruppen- oder Einzelförderung zu machen.

In der Regel sollte der Einstieg zum neuen Schuljahr erfolgen. Bei Ausnahmen kann auch zum Halbjahr mit der Ausbildung begonnen werden.

Grundsätzlich kann die Ausbildung in allen Klassen stattfinden.

Das Kollegium steht nach Absprache zu Unterrichtshospitationen zur Verfügung.

5. Netzwerkarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen

Im Rahmen des Ausbildungsdurchganges 2004 – 2006 besteht ein regionales Netzwerk mit der Christophorus – Schule (GHS) Kappeln, Gorch – Fock – Schule (GHS) Kappeln, Städtischen Realschule Kappeln, Grundschule Norderbrarup und der Thorsbergschule (HS, FöZ) Süderbrarup. Gegenseitige Hospitationen sind innerhalb dieses Netzwerkes möglich.

Ein Teil der Schülerschaft besuchte vor Schuleintritt die heilpädagogische Tagesstätte in Süderbrarup. Auch zu dieser Einrichtung pflegt die SaM engen Kontakt, die die Möglichkeit bietet, präventiv an Kindern mit Sprachauffälligkeiten zu arbeiten.

Des Weiteren kooperiert die Schule am Markt mit der Grundschule Süderbrarup, der Grundschule Steinbergkirche, in der (ab Sommer 2005) ein Kind integrativ beschult wird, mit der Sehbehinderten und der Gehörlosen Schule in Schleswig.

Um die Schülerschaft auf das Berufsleben vorzubereiten, besteht eine Zusammenarbeit  mit der Werkstatt für Behinderte in Kappeln und Schleswig, in der die Schülerinnen und Schüler  häufig ihre Praktika ableisten.

 

6. Besondere Gegebenheiten der Ausbildung  an der Schule am Markt

6.1 Schülerschaft

Zurzeit befinden sich 55 Schülerinnen und Schüler an der Schule am Markt. Die Schülerschaft der Schule am Markt zeichnet sich durch eine besonders große Heterogenität aus. Folgende Behinderungsformen sind in der Schule am Markt zu finden: Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und körperliche und motorische Entwicklung. Dazu kommt zusätzlicher Förderbedarf in den Bereichen: Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Bewegung, Hören, Sehen und Schülerinnen und Schüler mit autistischem Verhalten.

31,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler leben in Heimen oder Pflegefamilien.

Die Schulzeit geht bis zum 9. Schulbesuchsjahr oder auf Antrag bis zum 18. Lebensjahr.  Die Werkstufe könnte an einer entsprechenden Einrichtung absolviert werden.

 

6.2 Kollegium

s. Abschnitt 4.1

 

6.3 Sächliche und räumliche Bedingungen

Die Schule am Markt wurde am 29.5.2001 neu eingeweiht.

In der Schule am Markt gibt es 6 Klassenräume. Ein Kursraum und ein Fachraum werden zusätzlich als Klassenraum genutzt.  Dazu kommt ein Therapieraum, indem der Wahrnehmungskurs und Psychomotorik für die Unterstufen, sowie verschiedene Therapien stattfinden. Außerdem gibt es: einen Wasserraum, Werk- und Maschinenraum, Küche, Hauswirtschaftsraum, Wohnzimmer, große Halle, Lehrerzimmer, Kopier- und Materialraum sowie ein Krankenzimmer, Elternsprechzimmer und einen Archivraum. Die Schülerinnen und Schüler gehen über den Marktplatz zur Sporthalle, die an zwei Tagen der Woche genutzt werden kann. Dienstag und Mittwoch fährt eine Gruppe Schülerinnen und Schüler zum Schwimmen in die Schleswiger Schwimmhalle und am Montag wird ein Therapiebad in Kappeln genutzt.

Die Schule nutzt einen Reitstall für das Heilpädagogische Voltigieren. Computerarbeitsplätze stehen zur Verfügung.

Ein attraktives Pausenangebot kann von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden.

Die Schule am Markt liegt im Zentrum der Gemeinde Süderbrarup. Zu Fuß kann man viele Einkaufsmöglichkeiten erreichen.

 

7. Welche Voraussetzungen sollte die Lehrkraft in Ausbildung mitbringen?

Die LiA sollte bereit sein, sich auf Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Beeinträchtigungen einzulassen. Innerhalb der einzelnen Klassen können sehr unterschiedliche Leistungsstände und Möglichkeiten des Lernens auftreten. Dies stellt für die LiA die Herausforderung dar, Lerninhalte auf verschiedenen Wegen zu vermitteln, um die Schülerinnen und Schüler individuell zu erreichen. Durch die Teilnahme am Schulleben hat die LiA nicht nur zur Stammklasse, sondern auch zu anderen Schülerinnen und Schülern engeren Kontakt; Auch auf diese Schülerinnen und Schüler sollte sie/er sich einlassen können. Hilfreich ist es für die LiA sicherlich, Geduld und Empathie für die Schülerinnen und Schüler aufzubringen und ihnen Zeit zu lassen, sich ihrerseits auf die neue Person einzustellen.

Darüber hinaus sollte die LiA bereit sein, mit anderen Personen gemeinsam im Team zu arbeiten. Hierzu gehört die Zusammenarbeit mit den Eltern sowie mit anderen Lehrkräften, der Schulleitung, sozialpädagogischen Assistentinnen, Zivildienstleistenden, Praktikant/Innen und weiteren schulischen Mitarbeiter/Innen.

Als eine weitere Voraussetzung, die die LiA mitbringen sollte, kann Geduld bei Erziehungsschwierigkeiten genannt werden. Erfahrungen im Umgang mit erziehungsschwierigen Kindern sind in jedem Falle hilfreich, können jedoch auch im Laufe der Ausbildung gesammelt werden.

 

8. Anforderungen an die Lehrkraft in Ausbildung

Die LiA sollte Unterricht gemeinsam mit der Ausbildungslehrkraft und gegebenenfalls auch mit anderen Lehrkräften planen und reflektieren. Hierbei sollte die LiA auch andere in der Klasse eingesetzte Personen berücksichtigen und einbeziehen. Bei der Teilnahme an Konferenzen, Dienstversammlungen und Arbeitsgruppen sollte die LiA sich einbringen und auch hier im Team arbeiten können.

Um an der Schule am Markt als LiA tätig zu sein, ist es wichtig, gerne Teil einer Gemeinschaft zu sein. Dies gilt sowohl für den Klassenverband, der durch die kleine Klassengröße, gemeinsames Frühstück und gemeinsames Tun recht intim ist, als auch für die Schule an sich. Die Überschaubarkeit der Anzahl an Schülerinnen, Schüler und Lehrkräften lässt es zu, regelmäßige Aktionen mit der gesamten Schule durchzuführen. Die LiA sollte motiviert sein, sich auf solche gemeinsamen Aktionen einzulassen und diese mitzugestalten. Auch die Elternarbeit bildet einen wichtigen Bestandteil der schulischen Arbeit. Sie stellt sich in verschiedenen Bereichen dar, z.B. Elternstammtisch, Elternfrühstück, Elternarbeit, Elterngespräche, Konferenzen usw.

Des Weiteren wird der LiA empfohlen, ein pädagogisches Tagebuch zu führen. Für die zwei Hospitationsstunden der AL sollte die LiA darüber hinaus Kurzplanungen angefertigt haben. Dies gilt ebenfalls für den monatlichen Besuch des Schulleiters.

Es ist erwünscht, dass die LiA Eigeninitiative ergreift und Termine zum Hospitieren bei Kolleginnen und Kollegen der Schule oder anderen Schulen abspricht bzw. Kolleginnen und Kollegen bittet bei ihr zu hospitieren.

Ab dem 3. Semester sollen zwei Unterrichtsbesuche (kombiniert Fachrichtung – Fach) vom Schulleiter benotet werden. Die Zensuren werden nicht in die Prüfungsnote einfließen, dennoch erhält die LiA dadurch die Möglichkeit sich einzuschätzen.

Die LiA entscheidet selbst, ob sie Teile einer ausführlichen Unterrichtsplanung zu Übungszwecken anfertigt. Im Laufe der 4 Ausbildungssemster soll die LiA an mindestes einem sonderpädagogischen Gutachten mitarbeiten.

Die LiA übernimmt eine Pausenaufsicht pro Woche. In der Regel wird die LiA nicht für den Vertretungsunterricht eingeteilt.
 

Anhang

Verbindliche Leitthemen für die Unterstufe

Leitthema 1: Sich in Raum und Zeit orientieren

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Tages-, Wochen-, Jahresablauf

-         wir orientieren uns am Stundenplan

-         wir erleben den Frühling, Sommer, Herbst, Winter

-         wir begleiten die Raupe Nimmersatt durch die Woche

  • Schule

-         wir gehen jetzt zur Schule

  • körperliche Raumwahrnehmung

-         wir erfahren unseren Körper

-         wir machen ein Körpertheater

 

Leitthema 2: Sich selbst finden – mit anderen leben

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Mein Zuhause

-         wir besuchen uns gegenseitig

  • Klassen- , Schulgemeinschaft

-         wir sind eine Klasse / Schule

 

Leitthema 3: Gesund leben – sich wohl fühlen

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Körper

-          wir pflegen unsere Zähne / unseren Körper

-          wir orientieren uns an unserem Körper

-          wir erstellen eine Körperumrisszeichnung

  • Ernährung

-          wir bereiten ein gesundes Essen vor

 

Leitthema 4: Lebensräume und Zeit gestalten

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • nähere Umgebung – Kleinstadt

-          wir gehen einkaufen

  • Naturräume

-          wir gehen zum Bürgerpark

  • Freizeit

-          wir gehen Laterne laufen

-          wir übernachten in der Schule

 

Leitthema 5: Feuer, Wasser, Luft und Erde erforschen

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Wasser

-          wir erleben das Wasser

-          wir gehen baden

  • Erde

-          wir machen Erfahrungen mit Erde

 

Leitthema 10: Schule gestalten – miteinander feiern

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Jahreszeitliche Feste feiern

-          wir feiern Weihnachten

-          wir feiern Fasching

  • Schule als Begegnungsstätte

-          wir machen ein Elternfrühstück

-          wir laden den Kindergarten ein

  • Schule als Freizeitstätte

-          wir treffen uns zum Basteln

 


 

Verbindliche Leitthemen für die Mittelstufe

Leitthema 5: Feuer, Wasser, Luft und Erde erforschen

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Luft

-          Wir basteln Windspiele

-          Wir erforschen unsere Lunge

  • Feuer

-          Wir besuchen die Feuerwehr

-          Wir machen ein Lagenfeuer

-          Wir gehen verantwortungsbewusst mit Feuer um

 

Leitthema 7: Natur und Umwelt erkunden

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Wald

-          Wir bereiten eine Waldausstellung vor

-          Wir bestimmen Bäume, Tiere etc.

·        Transport und Verkehr

-          Wie kommt das Obst auf den Teller?

-          Wir erkunden den Bahnhof

-          Wir fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln

 

Leitthema 10: Schule gestalten – miteinander feiern

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Schule als Kulturzentrum

-          Wir führen eine Theatervorstellung auf

-          Wir planen und gestalten eine Ausstellung

-          Wir laden zu einem Basar ein

  • Kirchliche Feste

-          Wir feiern das Ernte Dank Fest

-          Wir feiern Weihnachten

-          Wir feiern Ostern

 

 

Leitthema 11: Früher und heute

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

  • Vorfahren

-       Wir erforschen die Steinzeit

-          Wir erforschen die Wikingerzeit

-          Wir leben heute im Mittelalter

  • Kindheit

-          Wir laden Oma und Opa zum Frühstück ein

-          Wir gestalten ein Leporello von uns (wir früher und heute)

 

Leitthema 12: Erfinden  - herstellen – konstruieren

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

·        Spiele

-          Wir stellen ein Spiel her

·  Gebrauchsgegenstände

-          Wir töpfern

-          Wir häkeln Topflappen

-          Wir stellen etwas aus Holz her

 

Leitthema 15: Sich mit Sexualität, Partnerschaft und Familie auseinander setzen

Handlungsfelder mit möglichen Vorhaben:

·  Familie

-          Ich und meine Familie

·        Pubertät

-          mein Körper verändert sich

·        Freundschaft und Verliebtsein

-     Wir sprechen über unsere Gefühle

 

 

 


 

Verbindliche Leitthemen für die Oberstufe

Leitthema 6: Wünschen und Träumen

Handlungsfelder:

·       Lebensträume

·       Freizeit

·       Wohnen

·       Partnerschaft

·       Theater

Mögliche Vorhaben:

·        Wir bauen unser Traumhaus

·        Wir erleben Freizeit

·        Wir besuchen Menschen bei der Arbeit

 

Leitthema 8: Menschen verschiedener Kulturen kennen lernen und verstehen

Handlungsfelder:

·        Sitten und Gebräuche

·        Aktuelles Zeitgeschehen

Mögliche Vorhaben:

·        Wir feiern Feste anderer Länder

·        Wir kochen Gerichte anderer Länder

 

Leitthema 9: Schleswig – Holstein  - das Land zwischen den Meeren erfahren

Handlungsfelder:

·        Museen

·        Urlaubsland Schleswig – Holstein / Angeln

Mögliche Vorhaben:

·        Wir stellen unser Land/ unsere Region vor

·        Wir erleben die Landwirtschaft in Angeln

 

Leitthema 13: Informationen gewinnen und verarbeiten – mit Medien gestalten

Handlungsfelder:

·        Moderne Medien

·        Technische Geräte

Mögliche Vorhaben:

·        Wir bedienen technische Geräte

·        Wir kommunizieren über moderne Medien

·        Wir verfassen Zeitungsartikel

 

Leitthema 14: Wirtschaftlich planen und entscheiden

Handlungsfelder:

·        Werbung

·        Kaufverhalten

·        Taschengeld

Mögliche Vorhaben:

·        Wir bekommen Taschengeld

·        Wir vergleichen Produkte und Preise

·        Wir analysieren die Werbung

 

Leitthema 16: Gesellschaftliches7 öffentliches Leben kenne lernen, daran teilnehmen – es aktiv mitgestalten

Handlungsfelder:

·        Süderbrarup

·        Vereine

·        Öffentliche Veranstaltungen

·        Schulleben

Mögliche Vorhaben:

·        Wir erkunden Süderbrarup

·        Wir wählen eineN KlassensprecherIn / SchulsprecherIn

·        Wir nehmen an einem Volkslauf teil

·        Wir beteiligen uns am Weihnachtsmarkt


 

Verbindliche Leitthemen für die Werkstufe

Leitthema 13: Informationen gewinnen und verarbeiten – mit Medien gestalten

Handlungsfelder:

·        Bücherei

·        Telefon/ Fax/ Handy

·        Aufnahme – und Abspielgeräte

·        Computer

·        Zeitungswesen

Mögliche Vorhaben:

·        Wir besuchen die Bücherei

·        Wir bedienen ein Telefon/ Fax/ Handy

·        Wir surfen im Internet

·        Wir geben eine Schulzeitung heraus

 

Leitthema 14: Wirtschaftlich planen und entscheiden

Handlungsfelder:

·        Haushaltsplanung

·        Kaufverhalten

·        Wohnen und arbeiten

·        Bankgeschäfte

Mögliche Vorhaben:

·        Wir nehmen an „Schüler helfen leben“ teil

·        Wir machen ein Praktikum in der WfBM

·        Wir arbeiten in einem Betrieb

 

Leitthema 18: Deutschland als Teil Europas und der Welt begreifen

Handlungsfelder:

·        Reisen in andere Länder

·        Schüleraustausch, internationale Jugendtreffen

·        EU

·        Globalisierung

·        Industriestaaten, Agrarländer

·        Rohstoffe, Energie

·        Katastrophenhilfe

 

Mögliche Vorhaben:

·        Klassenfahrt in ein anderes europäisches Land

·        Kontaktaufnahme mit einer Schule in Dänemark

·        Orientierung auf der Landkarte

·        Kennen lernen der Erdteile

·        Kennen lernen eines Industriebetriebes

·        Umweltverschmutzung

·        Arm und Reich

·        Stromerzeugung

·        Was machen das „THW“?

 

Leitthema 19: Kulturelle Angebote annehmen und sich mit künstlerischen Mitteln ausdrücken

Handlungsfelder:

·        Kulturelles Leben in der Familie

·        Kulturelles Leben in der Schule

·        Kulturelles Leben in der Gemeinde Süderbrarup

·        Künstlerinnen und Künstler

·        Kunst und modere Medien

·        Kunst

Mögliche Vorhaben:

·        Freizeitgestaltung innerhalb der Familie

·        Sitten und Gebräuche in Schleswig – Holstein

·        Kulturelle Angebote in der Gemeinde nutzen

·        Kunstausstellungen besuchen

·        Kunstprojekte in Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern

·        Besuch eines Kunstateliers

·        Moderne Medien als Kulturmultiplikatoren nutzen

·        Kunstprojekte zu verschiedenen Themen und Techniken

Leitthema 20: Sich in der Rolle als Frau/ Mann in Partnerschaft, Familie, Beruf und Gesellschaft auseinander setzen

Handlungsfelder:

·        Männer und Frauen in Familie und Beruf

·        Wohngemeinschaften

·        Gewalt in der Partnerschaft

Mögliche Vorhaben:

·        Typisch Frau? Typisch Mann?

·        Ich ziehe von zu Hause aus

·        Hausfrau – Hausmann

·        Wir üben „Nein“ zu sagen

 Schule am Markt • Holmer Straße 2  • 24392 Süderbrarup • Tel. 04641/2610