Unser Konzept zur Unterstützten Kommunikation (UK)

Im vergangenem Schuljahr gründete sich an unserer Schule die Fachkonferenz "Unterstützte Kommunikation", da bei uns viele Schüler lernen, die nur unterstützt kommunizieren können. Sie wurde beauftragt in enger Zusammenarbeit mit interessierten Eltern für unsere Schule ein Konzept zu entwickeln, um jedem unserer Schüler entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 24 die Möglichkeit zu geben, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

(3) Die Vertragsstaaten ermöglichen Menschen mit Behinderungen, lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen zu erwerben, um ihre volle und gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung und als Mitglieder der Gemeinschaft zu erleichtern. Zu diesem Zweck ergreifen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen; unter anderem

a) erleichtern sie das Erlernen von Brailleschrift, alternativer Schrift, ergänzenden und alternativen Formen, Mitteln und Formaten der Kommunikation, […] (UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 24)

Wir nehmen diesen Auftrag an, der in dieser Form in der UN-Behindertenrechtskonvention formuliert wurde. Wir möchten, dass jede Schülerin und jeder Schüler, die bzw. der unsere Schule besucht, optimale Bedingungen erhält, Teil unserer Gesellschaft zu sein.

Eine zentrale Bedingung ist hier die Kommunikation. Sollten Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer individuellen Voraussetzungen nicht in der Lage sein, sich lautsprachlich mitzuteilen, müssen andere Wege gefunden werden, damit dennoch eine erfolgreiche Kommunikation stattfinden kann.

Eine Kommunikation muss erfolgreich sein. Das heißt, dass der Kommunizierende erfährt, wie er durch Kommunikation seine Umwelt beeinflussen und verändern kann. Damit dies gelingen kann, müssen auch die Kommunikationspartner speziell geschult werden.

Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine erfolgreiche Kommunikation im Setting Schule zu ermöglichen. Hierdurch soll es zu einer selbstbestimmten Teilhabe am Unterrichtsprozess kommen. Dies wiederum stellt die Voraussetzung für eine erfolgreiche, inklusive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dar.

Um dies zu erreichen, wurde das vorliegende Konzept entwickelt. Es besteht aus den vier Säulen „Unterstützt kommunizierendes Kind“, „Lerngruppe“, „Klassenteam“ und „Eltern / Bezugspersonen“. Diese Säulen stehen auf unterschiedlichen Bausteinen. „Individuell passende technische Hilfsmittel“, „Strukturiert durchgeführte Unterrichtseinheit“, „Probephase“, „Kooperation mit den Eltern“, „Talkerkurs / Einzelförderung“, „Fachkonferenz Unterstützte Kommunikation“, „Einheitliches Gebärdensystem“, „Fortbildung“ und „Aufklärung“. Der fundamentale Baustein, der in allen Bereichen Beachtung findet, ist „Selbstbestimmtheit / Selbstwirksamkeit / Empowerment“.

Dieses Konzept ist nicht statisch.  Es muss regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt werden. Dies ist vor allem auch im Hinblick auf die stets fortschreitende technische Entwicklung von Bedeutung.

Hier gelangen Sie zum ausführlichenKonzept.